5 x Prävention für deine Kinder, die du als Elternteil unbedingt im Blick haben solltest.

Eltern sind heute mit so vielen verschiedenen Informationen überfordert oder kennen – unabhängig von Ärzten – keine weiteren Anlaufstellen, wenn es um Gesundheit geht. Mir ging das bei der Geburt meines ersten Kindes zumindest so: Ich war total überfordert!
Es ist so wichtig, dass wir uns um die Gesundheit unserer Kinder kümmern, bevor eine Krankheit auftritt. Sinnvolle Prävention hilft, um dann nicht Symptome bekämpfen zu müssen. Die gute Nachricht: Man braucht keine Wissenschaft draus zu machen und schon gar nicht ein Medizinlexikon anzuschaffen!

Es gibt 5 Bereiche für die Gesundheits-Prävention, die dem Kind einen gesunden Boden geben – vor allem, weil es von der Pike auf fürs ganze Leben lernt, sich um sich und seine Gesundheit zu kümmern:

 

Präventionsbereich Nr. 1: Essen – dem Kind helfen, eine gesunde Wahl zu treffen

Vielleicht überrascht es dich, wenn ich sage: Ein Kind weiss ganz intuitiv, was ihm guttut oder nicht! Zumindest, wenn es vorab seine Sensoren entwickeln konnte – und das geht nur, wenn wir überhaupt gute Optionen anbieten. Ganz plakativ gesagt: Ein Kind, das bisher ständig Pommes und Ketchup isst, weiß nicht mehr intuitiv was ihm guttut, sondern es mag essen, was es kennt und ihm schmeckt.
Damit das Kind aber seine Sensoren gut entwickeln kann, sollte es nicht mit zu vielen Lebensmitteln auf einmal konfrontiert werden. Es ist zu empfehlen, mit gesundem Gemüse zu beginnen und keine fertigen Nahrungsmittel anzubieten. Letztere verlangen nach mehr, da sie unter anderem viel Zucker und E-Zusatzstoffe wie vor allem auch das giftige Glutamat enthalten, welches die Gehirnfunktionen stark beeinflusst.
Süsse Speisen gibt es erst nach nährstoffreichen Mahlzeiten gespickt mit Gemüse, wenig Eiweiss und Kohlenhydraten. Das süsse Schnausen ist für den Magen-Darmtrakt schädlich, da der Körper dann nie in ein Hungergefühl kommen kann und so die Weichen für Adipositas bereits gelegt werden.
„Und wenn mein Kind bisher schon auf Süß getrimmt ist oder nur ganz eingeschränkte Lebensmittel isst?“ – Dann heißt es gemeinsam ausprobieren. Kinder jeden Alters sind durchaus für Projekte zu begeistern: Wenn Mama/Papa mitmachen, weil Neues auf den Tisch kommt oder Obst und Gemüse mal neugierig neu entdeckt werden soll, dann lassen sich bisherige Gewohnheiten verändern und neue Sensoren entwickeln.
Das tolle an Geschmack und am Magen-Darm-Trakt: Es gibt praktisch sofort spürbare Veränderungen – und auch das Gefühl „liegt was im Magen“, „wie viel Energie habe ich jetzt nach dem Teller Nudeln oder dem Obstsalat“ oder mit kleineren Kindern erforschen, wie sich verändert, was in der Kloschüssel landet. Je gesünder das Essen wird, desto mehr Appetit auf Gesundes haben wir. Das kennen wir als Erwachsene selbst!
Und dann wären da noch die Getränke: Ich habe meinen Kindern von klein auf immer nur Wasser angeboten, das sie heute vor allem anderen bevorzugen. Auch da lässt sich der Geschmack umtrainieren, am besten sukzessive, etwa von Limo auf frische Säfte und dann das Mischverhältnis verändern auf immer mehr Wasser. So stellt sich der Geschmack nach und nach von selbst um.

 

Präventionsbereich Nr. 2: Gefahren selbst erkennen können

Als Eltern leben wir den Kindern alles vor. Dabei haben wir in vielen Lebensbereichen klare Vorstellungen, was wir vermitteln wollen, achten oft ganz gezielt drauf, dass wir uns vorbildlich verhalten und sprechen mit unseren Kindern, was wichtig ist. Einiges fordern wir auch ein. – Dann gibt es allerdings noch den Alltag! Wir vermitteln unseren Kindern auch im Kleinen, sogar wenn wir gar nichts sagen, wie wir eine Sache einschätzen.
Haben wir beispielsweise vor etwas Angst, ahmt uns das Kind nach: Ekel vor Spinnen, Angst, den Baum hochzuklettern, großes Lampenfieber vor anderen Leuten … sowas geben wir weiter, oft ohne es zu wollen.
Damit unser Kind stark und zuversichtlich durchs Leben gehen lernt, schaut es auf uns. Darum ist es so wichtig, dass wir als Eltern uns sicher bewegen, Vertrauen in uns selbst zu haben – und dort einzugreifen, wo es wirklich notwendig ist, z. B. beim Überqueren der Strasse.
Wir zeigen dem Kinde sichere Handlungsmöglichkeiten auf und verhalten uns selbst vertrauensvoll in dieser Situation. Oder wir repetieren verschiedene Handlungen so lange mit dem Kinde, dass es sich sicher fühlt und es dann auch automatisch tut, weil es im Überlebensmodus abgespeichert ist.
Nun sind wir natürlich auch nur Menschen und haben nicht jede Situation zuversichtlich im Griff. Auch das darf sein und es ist wichtig, dies auch mit unseren Kindern zu besprechen. Dass es Dinge gibt, die verunsichern, die wir vielleicht als „Gefahr“ wahrnehmen, obwohl es keine ist. Dass ein gewisses Maß an Angst durchaus hilfreich ist, weil es uns aufpassen lässt.

 

Präventionsbereich Nr. 3: sich selbst helfen – mit Hausmitteln

Zur Prävention gehören auch Hausmittel! Die Natur bietet eine Fülle an Bestandteilen für ein gesundes Leben und zwar nicht erst dann, wenn uns die Viren oder Schmerzen schon eingeholt haben. Es gibt jede Menge guter Haus- und Hilfsmittel, die …

das Immunsystem stärken (z. B. Vitamin C in Zitrusfrüchten, Hagebutten, Wolfsbeeren und Petersilie, in der kalten Jahreszeit lässt sich mit Ingwer-Tee die innere Abwehr pushen oder hochreine ätherische Öle vernebeln, um die Atmungsorgane sauber zu halten)
die Konzentrationsfähigkeit erhöhen (z. B. mit Omega-3-Zufuhr aus pflanzlicher Quelle wie Paranüsse, Walnüsse, Eisen in roter Beete und Brokkoli. Avocados verfügen über einen hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren, die die Durchblutung des Gehirns fördern und die Gehirnzellen schützen.)
dem Organismus im Wachstum – gerade bei Jugendlichen – unterstützen mit dem Nährstoff Kalzium, enthalten in Sesamsamen und anderen Mineralien wie z. B. in der Brennessel (Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium, Mangan, Kieselsäure, Phosphor, Chrom und Kobalt)
Nerven zu stärken, um Stress besser auszuhalten, z. B. mit der Einnahme von B-Vitaminen

Wer anhand solcher Beispiele schon merkt, wie einem die Grippe seltener packt oder wie viel mehr Energie da ist, wird geübter, sich eine kleine Hausapotheke zusammenstellen, die dann auch in Krankheitssituationen nützt, z. B. ein wirkungsvoller, selbstgemachter Hustensirup aus Zwiebelringen, Kandiszucker und Zitronenscheiben.

 

Präventionsbereich Nr. 4: Zuneigung und Liebe machen widerstandsfähig und heilen mit!

Wenn wir Zuneigung erfahren, fühlen wir uns aufgehoben, verstanden und Heilung geschieht von selbst. Doch diese Zuwendung hilft bereits präventiv: Oft gehen Kinder im vielbeschäftigten Alltag unter und fühlen sich dann nicht mehr gesehen, was auch eine Krankheit auslösen kann.
Doch Prävention bedeutet unter anderem, dass unsere Kinder lernen, auf ihr Wohlbefinden und ihre Bedürfnisse zu achten. Erschreckend viele Erwachsene haben ein sehr schlechtes Körpergefühl, sie können oft gar nicht benennen, wenn sich was falsch anfühlt oder wo, was genau aus dem Lot ist.
Darum ist es ganz besonders wichtig, dass wir einfach da sind, präsent mit Liebe. Vielleicht ein gemeinsames Ritual machen, einmal am Tag ganz bewusst bei sich selbst anzukommen. Je nach Alter des Kindes vor dem Schlafengehen auch einmal fragen:
– Wie geht’s dir?
– Wie fühlt sich der Körper an? (Der „Body-Check“, eine kleine Inventur, wo man den Körper entspannt von oben bis unten durchgeht, eignet sich wunderbar für Kinder und sorgt zudem für einen ruhigen Schlaf.)
– Oder eine Visualisations-Geschichte erfinden als kleine Abendmeditation. Das beruhigt uns selbst und bringt die Kinder subito in den Schlaf.

Auf sich selbst zu hören, aussprechen zu lernen, wie es sich anfühlt und feinere Antennen zu bekommen, wann ich mich unruhig oder unwohl fühle, auch wenn es noch nicht „krank“ ist, ist enorm wichtig, präventiv eingreifen zu können und rechtzeitig wahrzunehmen: Da ist was!

Ein Bonustipp: Deine Hände bewirken sehr viel!
Wenn wir unsere Hände auflegen, spüren wir, wie warme sanfte Energie ausströmt. Diese Energie können wir auch zur Heilung nutzen und bei ‘Problemchen’ die Hände auflegen. Das wirkt Wunder und das kann das Kind sich sogar selbst machen! So ist es in jeder Akutsituation ausgerüstet und spart Verbandspflästerli. Oder wir fahren eine liegende Acht mit unseren Fingern über der verletzten oder kranken Stelle ohne Hautkontakt und stellen so den natürlichen Energiefluss wieder her.

 

Präventionsbereich Nr. 5: Vergiss deine Intuition nicht!

Ist es wirklich notwendig, einen Arzt aufzusuchen oder kann ich das selbst? – Es ist gut, nicht gleich bei jedem Anzeichen zum Arzt zu rennen und sich ein Rezept zu holen.
Als Mutter oder Vater wollen wir das Beste für unser Kind. Und wer präventiv nah an der Gesundheit und dem Befinden dranbleibt, der merkt sehr schnell, wenn was nicht stimmt.
Klar: Wissen aneignen ist gut. Im Internet informieren, andere um Rat fragen, … doch bitte nicht verunsichern lassen. Vieles lässt sich wirklich selbst mit gesundem Menschenverstand entscheiden und jede Menge mit natürlichen Mitteln abfangen und behandeln. Doch Intuition heißt unter anderem, rechtzeitig zu Experten zu gehen. Das gilt auch, wenn die Intuition „Alarm“ schlägt, obwohl eigentlich nichts Ernstes zu sein scheint. Die innere Stimme meldet sich nicht ohne Grund.

Externe Hilfe, welche und wann notwendig?
Wenn es dann doch nicht mehr selber geht, so ist es wichtig, ein gutes Netzwerk an alternativen Möglichkeiten zu kennen. Es gibt mittlerweile so ein weites Feld an Therapeuten, hier einige Beispiele:
– Die Kinesiologie hilft, sehr schnell die Ursachen zu finden und die Selbstheilungskräfte anzuregen. Sie unterstützt, wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist, aber nimmt gerade in der Prävention eine wichtige Rolle ein.
CranioSacral-Therapie, vor allem bei Stürzen, um die Körperstruktur wiederherzustellen, was für das Wachstum des Kindes entscheidend ist.
Homöopathische Globulis helfen, das Kind in seiner Konstitution zu stärken.
– In der Naturheilkunde gibt es die Phytotherapie und Naturheilmittel für die entsprechende Situation.
– Die Akupunktur stellt den Energiefluss wieder her.

Am besten ist es, sich schon mal schlau zu machen, wer am Ort ist, so ist es möglich kurzfristig hinzugehen. Die meisten – so auch ich – legen einen großen Wert auf Prävention, denn warum unnötig krank werden oder leiden?

Fazit:

Wer sich um Prävention kümmert, muss unter Umständen weniger Zeit und Geld in die eigentliche Krankheit investieren. So können wir das Leben doch dauerhaft gesund und erfüllt leben! Wenn du wirklich Sicherheit in Sachen Prävention gewinnen willst, dann empfehle ich dir meinen 3-tägigen intensiven Gesundheits-Workshop für ein gesundes Leben!