Fit für die Schule

So geht Lernen einfach!

So selbstverständlich wir denken und fühlen, ohne Theorie geht’s nicht!

Unser Gehirn ist im Grunde genommen nur ein Kilo Masse Fett! Es braucht Informationen und handelt wie ein Prozessor. Es ist die Aufgabe des Gehirns, Signale zu empfangen und zu verarbeiten. Das Gehirn ist wie ein Hologramm, dreidimensional, es besteht aus Teilen, die wechselseitig miteinander in Beziehung stehen.
Es ist ein Vergnügen, zu beobachten, wie mein kleiner Enkel die Welt erkundet. Wie er greift und begreift und die Welt um sich herum wahrnimmt. Das Gehirn ähnelt bei der Geburt einem zerrissenen Fischernetz. Im Laufe der Jahre entsteht beim Lernen ein fein verwobenes Netz. Mit ca. 18 Jahren ist unser Gehirn vollständig ausgebildet. All unsere Erfahrungen und Entwicklungsphasen dienen dazu, die Feinheiten dieses Netzes auszubilden. Ein unglaubliches Meisterwerk unseres Körpers!

 

Wie lernen wir nun aber konkret?
Das Gehirn – so erstaunliche Leistungen es auch vollbringt, braucht dennoch Informationen, die es über unsere Sinnesorgane zum Verarbeiten erhält. Die ‚Rohmaterialien‘ wie Augen, Ohren, Hände und Füße bringen Eindrücke von der Außenwelt ins Gehirn. Ohne Muskeln können wir weder sehen noch hören, tasten, riechen oder schmecken! Manche Menschen lernen besser über das Sehen, andere möchten die Dinge hören, und einige bevorzugen praktisches Vorgehen mit Bewegung.
Alle Extremitäten werden von der gegenüberliegenden Hirnhälfte gesteuert. Das heisst: die linke Gehirnhälfte, wo die Logik, das Rationale und das Zahlendenken sitzen, steuert die rechte Körperseite und die rechte Gehirnhälfte, wo unsere Fantasie und die Gefühle sitzen, steuert die linke Körperseite!
Gehirnintegration nennt man den Zustand, wo wir den Zugang zu allen relevanten Leitfunktionen haben: Gestaltung (v.a. rechte Gehirnhälfte) und Logik (v.a. linke Gehirnhälfte), zu den unterbewussten Verarbeitungszentren und den Bahnen, die diese Verarbeitungsmodule integrieren. Dieser Zustand stellt die optimale Lernmodalität dar.
Die Gehirnintegration erfolgt über das Corpus Callossum (den sogenannten Balken im Gehirn), das die beiden Gehirnhälften miteinander verbindet. Stressfaktoren wie z.B. Angst, Allergien, elektromagnetische Felder u.a. Neonlicht, geopathischer Stress (Wasseradern), ein Zuviel des Candida Albicans (gefördert durch zu viel Zucker und Weizen) können diese Gehirnintegration erheblich stören. Das heißt, dass wir keinen Zugang mehr zu unseren Funktionen aufrechterhalten können.
Die optimale Lernmodalität erreichen wir durch Integration beider Gehirnhälften! Wer ein anspruchsvolles Musikinstrument spielt, gut und oft malt, tanzt, Theater spielt oder Sport treibt, trainiert das Zusammenspiel der beiden Hirnhälften nachhaltig. Wichtig deshalb beim Baby das Krabbeln, wo die linke und die rechte Gehirnhälfte koordiniert werden müssen. Es ist wichtig, dass das Baby alle wichtigen Schritte selbst macht und man als Eltern der Entwicklung nicht vorgreift (z.B. mit einem Laufwagen als Gehilfe), sonst ist das Fundament für die weitere Entwicklung instabil.
Ein gesundes Kind weiss, wann es blockiert ist und zeigt durch sein Verhalten, dass es Hilfe braucht. Es gibt weder ‚faule‘ noch ‚aggressive‘ noch ‚zurückgebliebene‘ noch ‚bösartige‘ Kinder, es fehlt ihnen einfach an Möglichkeiten, auf die für sie natürliche Art zu lernen.
Wichtige Voraussetzung fürs Lernen ist allerdings viel Ruhe in der Umgebung, Entspannung und Wasser trinken!
Dazu helfen folgende Übungen aus der Kinesiologie:

Emotionale Stressabbaupunkte ESR

 

 

ESR ist eine einfache Technik, bei der die Finger sanft auf den Stirnbeinhöckern liegen, während der oder die Betreffende an ein belastendes Ereignis denkt. Diese Berührung stellt die normale vordere Durchblutung des Gehirns wieder her. Diese Bereiche sind für das Denken zuständig, und in stressbelasteten Situationen wird das Blut weitgehend von dort abgezogen. Wenn sich dann mit den Fingern ein Puls fühlen lässt, ist die emotionale Belastung der ursprünglich belastenden Situation gewöhnlich reduziert oder völlig verschwunden.

Wasser fürs Lernen wird immer unterschätzt!
Wasser ist das wichtigste Nahrungsmittel überhaupt. Ohne Wasser überlebt der Mensch nur wenige Tage. Ohne Wasser kann der menschliche Körper seine lebenswichtigen Aufgaben nicht erfüllen. Wasser ist Transportmittel. Wasser hilft beim Ausscheiden von Stoffwechselprodukten und reguliert die Körpertemperatur. Unser Gehirn braucht Wasser zum Denken, die Niere, um Schadstoffe aus dem Körper zu spülen, die Haut, um nicht auszutrocknen. Ein Erwachsener sollte täglich mind. 2 l trinken.
Wasser ist unter anderem ein ausgezeichneter Leiter für elektrische Energie. Alle elektrischen und chemischen Aktivitäten des Gehirns und des Zentralnervensystems sind abhängig vom Leitvermögen der Bahnen zwischen dem Gehirn und den Sinnesorganen und dieses Leitvermögen wird durch Wassertrinken gesteigert.
Wasser trinken ist besonders wichtig vor Prüfungen oder bei anderen Gelegenheiten, die Stress erwarten lassen. Ebenso verbessert es die geistige und körperliche Koordination.

Folgende Brain Gym Übungen aus der Kinesiologie helfen uns, unsere Gehirnfunktionen zu aktivieren, und damit Informationen besser aufnehmen zu können.

Überkreuzübung

 

Wenn der rechte Ellbogen das linke Knie und dann der linke Ellbogen das rechte Knie berührt, werden grosse Bereiche in beiden Gehirnhälften gleichzeitig aktiviert.
Überkreuzbewegung ist bewusstes Gehen, das die balancierte neurale Aktivierung über den Balken hinweg fördert. Geschieht dies regelmässig, bilden sich im Balken mehr neurale Netzwerke mit stärkerer Myelinschicht, so dass die Kommunikation zwischen den zwei Hälften schneller und stärker integriert und Denken auf einer höheren Ebene möglich wird. Dies ist bereits anwendbar beim Wickeln des Babys!

Liegende Acht

 

Es aktiviert rechtes und linkes Auge und integriert das rechte und das linke Gesichtsfeld. Diese liegenden Achten werden so ausgeführt, dass die Augen von dem sich bewegenden Daumen geführt werden, der das Unendlichkeitssymbol im Sehfeld zeichnet. Dazu halte jeweils einen Daumen in Augenhöhe im Mittelfeld des Körpers, etwa eine Ellbogenlänge von den Augen entfernt. Der Kopf ist entspannt und bewegt sich nicht, nur die Augen werden bewegt, um dem Daumen zu folgen. Du bewegst den Daumen vom Zentrum des Mittelfeldes nach oben zum Rand des Sehfeldes und dann gegen den Uhrzeigersinn nach aussen und links unten. Wenn der Daumen das untere Mittelfeld des Sehfeldes erreicht hat, bringe ihn zurück zur Mitte und weiter im Uhrzeigersinn nach rechts unten.
Diese Übung stärkt wirkungsvoll die äußeren Augenmuskeln. Es entstehen auch Lernmuster, die der Koordination der Hand-Augen- und Augen-Hand-Muskelabstimmung dienen.
Verbessert die Mechanik des Lesens, Leseverständnis, Kreuzen der Mittellinie, Augenmuskelkoordination und Tiefenschärfe.

Elefant

 

Dies ist eine Übung, die am meisten zur Integration beiträgt. Dabei wird das linke Ohr auf die linke Schulter gelegt, und zwar so weit, dass ein Stück Papier festgehalten werden könnte. Der linke Arm wird wie ein Rüssel ausgestreckt. Während du mit entspannten Knien stehst, zeichne mit dem Arm die Liegende Acht im Mittelfeld, beginne wieder in der Mitte und dann nach aussen, wobei die Augen der Bewegung der Fingerspitzen folgen.
Der Elefant aktiviert alle Bereiche des Geist-Körper-Systems gleichmäßig. Die Bewegung geht hauptsächlich von den Rumpfmuskeln aus, die das Vestibularsystem und dort besonders die Bogengänge aktiviert.

Denkmütze

 

Die Denkmütze aktiviert den gesamten Hörapparat und unterstützt das Gedächtnis. Sie wird durchgeführt, indem das äussere Ohr mehrere Male sanft nach innen und aussen gezogen und dabei von oben nach unten leicht massiert wird.
Bei dieser Übung werden Reflexzonen im Ohr stimuliert, die mit wichtigen Körperfunktionen zusammenhängen. Die Wirkung ist sehr umfassend: sie steigert deine Aufnahmefähigkeit gegenüber dem, was du hörst. Gleichzeitig kannst du das Gehörte besser verarbeiten und speichern. Sie erhöht die Konzentrationsfähigkeit. Die Kiefer-, Zungen- und Gesichtsmuskulatur entspannt sich. Die Atmung und der Energiekreislauf verbessern sich.
Sie kann auch Spannungen in den Schädelknochen lösen. Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit werden verbessert.
Verbessert  das Hörverständnis, Buchstabieren, Singen, Konzentration und das Gleichgewicht.

Diese Übungen zeige ich dir gerne an meinem intensiven Gesundheitsworkshop, gesund in drei Tagen!

 

Nun noch etwas, um das Gehirn auf Vordermann zu bringen:

Brain Food – so funktioniert unser Gehirn! 
Tatsache ist, dass unser Gehirn bis ins hohe Alter erneuerbar ist und in der Lage ist, sich ständig neu zu vernetzen. Deshalb ist es wichtig, es auch mit guten Nährstoffen zu füttern! Nicht nur für ein funktionierendes Kurz- oder Langzeitgedächtnis und eine hohe geistige Leistungsfähigkeit, sondern auch als Prävention gegen psychische und neurologische Erkrankungen ist eine gesunde Ernährung von grösster Bedeutung.
Kohlenhydrate stehen ganz oben auf der Brain Food Liste. Getreideprodukte, Hülsenfrüchte oder Kartoffeln enthalten für den Körper relativ schnell verfügbare Kohlenhydrate, welche das Gehirn rasch mit neuer Energie versorgen. Durch die Aufnahme von vorzugsweise komplexen KH wird vermehrt Serotonin gebildet. Dieser Botenstoff, auch Glückshormon genannt, verleiht eine bessere Stimmung und beugt Stress vor.
Omega 3 Fettsäuren wirken sich positiv auf Gehirn und Nervensystem aus. Geistige Fähigkeiten werden bis ins hohe Alter erhalten. Wichtig ist Omega 3 auch in der Schwangerschaft für die Gehirnentwicklung des Neugeborenen. Am besten schon vorher einnehmen, da sich das Gehirn sehr früh entwickelt und bereits mit 9 Wochen ausgebildet ist!!! Hauptlieferanten sind Lachs, Sardellen, Sardinen, Rapsöl, Walnussöl und Leinsamenöl.
Eisen fördert die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Fehlt es an Eisen, kann dies zu Konzentrationsstörungen und einer verringerten Merkfähigkeit führen. Brokkoli und Randen (Rote Beete) haben sehr viel Eisen und sind effiziente Radikalfänger. Avocados verfügen über einen hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren, welche die Durchblutung des Gehirns fördern und Gehirnzellen schützen. Aber auch Heidelbeeren fördern die Denkfähigkeit und steigern die Hirnleistung.
Auch Zink fördert die Gehirnfunktion und unterstützt zudem das Immunsystem.
Bärlauch bringt neue Lebenskraft in Kopf und Körper. Er reinigt mit seinem ätherischen Öl, den Vitaminen C, B1 und B2, Mineralien und Spurenelementen wie Eisen, Mangan und Magnesium.
Ginseng, Ginkgo, grüner Tee, und Koriander sind ebenso förderlich für eine aktive Gedächtnisleistung.
Nüsse wie Baumnuss (Signatur wie die Gehirnhälften) und Paranüsse fördern unsere Gehirnleistung und sind wichtige Omega 3 Lieferanten.

So einfach geht’s!